Berichte

Zentralvorstand

Das Jahr 2025 stand voll und ganz im Zeichen der UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz. Der grösste Frauen-Sportanlass Europas stellte für den Verband eine historische Gelegenheit dar, um den Frauenfussball in der Schweiz auf ein neues Level zu heben und ihn nachhaltig zu fördern. Das Schweizer Nationalteam begeisterte mit seinen engagierten Auftritten das ganze Land. Mindestens ebenso wichtig wie das Turnier selbst war und ist die Umsetzung der auf insgesamt vier Jahre angelegten Legacy-Projekte für die Breite und die Spitze. Diese ambitionierten Programme erzielten bereits beachtliche Ergebnisse: die Anzahl aktiver Mädchen und Frauen stieg deutlich an, sodass der Verband ab Sommer täglich Rekorde in der Gesamtzahl lizenzierter Spielerinnen vermelden konnte. Zahlreiche Vereine starteten neue Frauen- und Mädchenangebote. Ein weiterer Schwerpunkt der Legacy ist das Projekt «Empowerment» mit strukturellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Massnahmen zur nachhaltigen Professionalisierung der höchsten Frauen-Liga AWSL. Der SFV bedankt sich herzlich bei der UEFA, den Host Cities und den Regionalverbänden, dem Bund, den Kantonen, den Transportunternehmungen, den Sicherheitskräften, den Volunteers und allen weiteren Kreisen, die einen Beitrag zum Sommermärchen geleistet haben.

Beim A-Nationalteam der Männer stand die Qualifikation zur FIFA Weltmeisterschaft 2026 im Vordergrund. Das Team von Nationaltrainer Murat Yakin hat dieses Ziel souverän erreicht. Zugleich wurden junge Spieler erfolgreich in den Kader integriert. Die Durchmischung aus erfahrenen Führungsspielern und vielversprechenden Talenten stimmt für die kommenden Jahre zuversichtlich.

Im Nachwuchsbereich stach das U-17-Nationalteam der Männer hervor, das an der FIFA Weltmeisterschaft in Katar die Viertelfinals erreichte. Der Zentralvorstand des SFV misst der Nachwuchsförderung bei den Männern und den Frauen weiterhin hohe Priorität bei, um die Basis für nachhaltig erfolgreiche Nationalteams zu sichern. Weitere Details zur sportlichen Bilanz können den gesonderten Berichten entnommen werden.

2025 wurden im SFV verbandspolitisch wichtige Weichen gestellt. Nach sechs Jahren an der Spitze des SFV trat Dominique Blanc als Zentralpräsident zurück. Die Delegiertenversammlung ernannte ihn in Würdigung seiner Verdienste zum Ehrenpräsidenten. Unter der Leitung von Dominique Blanc wurden zahlreiche zentrale Entwicklungen vorangetrieben – darunter die erfolgreiche Kandidatur für die UEFA Women’s EURO 2025 und die Lancierung des wegweisenden Projekts «Swiss Football Home».

Als neuen Präsidenten wählten die Delegierten mit Peter Knäbel einen ausgewiesenen Fussballfachmann, der den Verband aus seiner Zeit als Technischer Direktor bestens kennt. Weiter wurden die freien Abteilungsvertreter Claudius Schäfer (Swiss Football League), Marco Di Palma (Erste Liga) und Stephan Häuselmann (Amateur Liga) sowie die beiden unabhängigen Mitglieder Christelle Luisier Brodard und Aline Trede für eine vierjährige Amtszeit im Zentralvorstand bestätigt. Das oberste Leitungsorgan nahm im Herbst die Arbeiten an der Verbandsstrategie 2026–2030 in Angriff. Unter Beteiligung interner und externer Stakeholder wurden die ersten Grundlagen für die künftige Ausrichtung des SFV erarbeitet. Ziel ist es, die Herausforderungen der nächsten Jahre – darunter Digitalisierung, Nachwuchs- und Talentförderung und Infrastrukturentwicklung – mit klarem Fokus anzugehen.

2025 konnte beim Grossprojekt «Swiss Football Home» ein entscheidender Meilenstein erreicht werden. Der Zentralvorstand entschied sich für Thun als Standort des neuen nationalen Zentrums, das drei FIFA-Norm-Fussballplätze, mehrere Kleinfelder und zeitgemässe Sportinfrastruktur (Garderoben, Fitness-, Regenerations- und Pflegeräumlichkeiten, usw.) sowie ein modernes Bürogebäude umfassen wird. Ausschlaggebend für diesen Entscheid waren primär die hervorragende verkehrstechnische Erreichbarkeit sowie die hohe Unterstützung seitens der lokalen und kantonalen politischen Instanzen. Das Planungsverfahren wurde bereits in Angriff genommen.

Daneben hat der Zentralvorstand wie üblich wiederkehrende Geschäfte wie beispielsweise das Budget, die Jahresrechnung und die Risikoanalyse behandelt. Für Einzelheiten zur finanziellen Situation des Verbandes wird auf die gesonderte Finanzberichterstattung verwiesen.

Der Zentralvorstand setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:

Präsident

Peter Knäbel
(ab 1.8.2025)

Dominique Blanc
(bis 31.7.2025)

Vizepräsidenten (von Amtes wegen als Abteilungspräsidenten)

Philipp Studhalter
(Swiss Football League)

Samuel Scheidegger
(Erste Liga)

Sandro Stroppa
(Amateur Liga)

Freie Mitglieder der Abteilungen

Claudius Schäfer
(Swiss Football League)

Marco Di Palma
(Erste Liga, Finanzverantwortlicher)

Stephan Häuselmann
(Amateur Liga, Finanzverantwortlicher)

Unabhängige Mitgliederinnen

Christelle Luisier Brodard

Aline Trede

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